OMM-Final - Siegreicher Saisonabschluss

In der Schiessanlage Birch Schaffhausen beendeten die Gewehr- sowie die Pistolenschützen die wettkampfmäsige Freisaison. In der Kategorie Pistole Junioren sind die Sportschützen St. Fiden-St. Gallen seit 2009 ein Stammgast. Mit der Hypothek „Topfavorit“ gingen die Junioren selbständig an den Start. Ihr Trainer durfte das Geschehen aus der Ferne beobachten (Metzgete im Schaugenbädli) und wurde von den Jungs über jedes Geschehen informiert. Auch über jene Nachrichten, welche ihn weniger interessierten. Mit der Vorgabe, einander beim Schiessen zu unterstützen, zu motivieren und dabei noch einige Fotos zu machen, gingen die fünf Sprösslinge mit des Trainers Auto auf den Weg. Das erste Foto vermeldeten sie schon nach 45 Minuten mit den Worten: „Es wird per Post zugesendet!“ Die etwas eigenartige Zustellung des Fotos machte den Trainer vorerst noch nicht hellhörig. Erst allmählich realisierte er, dass es sich dabei um einen Blitzer handelt müsste und er nun schwarz-weiss Fotos erhalten wird, welche erst noch überteuert zu zahlen sind.

Dieses Ereignis liess die ersten beiden Schützen nicht richtig auf Touren kommen. Startschütze Dominik Manser musste sich mit 178 Punkten begnügen und Fahrer Silvan Inauen konnte den Schock mit dem Blitzer und geschossenen 177 auch nicht richtig verdauen. Erst unser Europameister besinnte sich auf seine Qualitäten und erzielte mit 192 Punkten das Tageshöchstresultat. Als Ali Steinmann mit seinen 173 auch unter seinen Möglichkeiten blieb, sahen unsere Sprösslinge den erwarteten Sieg schon davon schwimmen. Denn Andelfingens Startschützen legten mit beeindruckenden 190, 184, 178 und 172 vor, und lagen in der Zwischenrangliste 4 Punkte vor unseren Schützen. Als Schlussschütze beeindruckte Max Zöpfel aber selbst seine Kameraden. In den laufenden Meldungen über WhatsApp war zu lesen: „Er schiesst super, der Gegner aber auch, ich glaube, Max hat noch nie so gut geschossen, oder St. Fiden hat halt den besseren Trainer“

Tatsächlich sorgte Max mit seiner Ruhe und Konstanz am Schluss noch für einen beruhigenden Vorsprung von 17 Punkten auf Andelfingen und beachtlichen 44 auf Frauenfeld, welches noch vor zwei Jahren gesiegt hatte. Vierter wurde Hirslanden mit 836 Punkten. Den angestrebten, selbst aufgestellten Finalrekord von 913 Punkten, konnten Sie mit erreichten 903 nicht brechen, trotzdem ist dieses Resultat, welches ohne Trainerunterstützung zustande kam, als sehr wertvoll einzustufen. So kann der Schreiberling diesen Bericht mit den Worten, erfahrungsreich, selbständig und „Kostspielig“ beenden.

Markus Angehrn